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Freitag,
18.Juli
Tja, der erste Fehler, den man machen kann, ist in der Hauptsaison
fahren, doch dazu später mehr. Aber durch Krankheit und anderer
Probleme muss die diesjährige Tor um einen Monat nach hinten
rücken. Eigentlich wollen wir zu viert fahren, aber übrig
bleiben wieder nur zwei Gestalten: Patrick und meiner einer. Da
Patrick in Celle wohnt, wählen wir die Raststätte hinter
Kassel als Treffpunkt und nachdem das ganz gut geklappt hat, geht
es weiter Richtung Süden.
Camping Warsitzka |
Kurz vor Würzburg verlassen wir die A7 und verlegen die Weiterfahrt
über Land durch das fränkische Weinland Richtung Augsburg
und weiter zum Foggensee im Allgäu. Dort, genauer in Roßhaupten,
fahren wir den ersten Campingplatz der Tour an. Zelt aufbauen, duschen
und in dem platzeigenen Restaurant essen, und das bei aller schönstem
Wetter - die Tour fängt richtig gut an!
Am Abend gehen wir dann noch ins Dorf und kommen in ein Dorffest mit
allen Drum und Dran. Für uns Norddeutsche sind derlei Veranstaltungen
doch recht befremdend. |
Samstag,
19.Juli
Timmelsjoch |
Nach dem Abbauen und einem guten Frühstück (ebenfalls im
platzeigenen Restaurant) fahren wir über den Fernpass dem Timmelsjoch
entgegen. Der Fernpass wird von vielen Urlaubern als Durchfahrt zum
Süden benutzt und dem entsprechend voll ist es auch. Auch im
Ötztal ist reichlich Trubel und so überlege ich, ob die
vielen holländischen Wohnwagen tatsächlich das Timmelsjoch
erstürmen wollen, aber hinter der Mautstelle ist Schluss für
die Gespanne. Weiter oben wird der Verkehr immer dünner und der
Fahrspass grösser. Auf dem Pass gönnen wir uns einen Cappucino
bei vollkommen azurblauen Himmel. Das sieht bei den Gipfeln wie retuschiert
aus. Und dann sind wir in Italien. Die Abfahrt ist wirklich grandios
und sogar manche Autofahrer machen Platz.
Nachher - Vorher |
In S. Leonardo
biegen wir zum Jaufenpass ab. Auf der Passhöhe entdecke ich drei
Originalversionen meiner Guzzi und sogar die Polizisten waren von
meiner (jetzt) zivilen Version ganz angetan.
Das nächste Ziel sollte eigentlich ein Campingplatz in Brixen
sein, aber als wir in Sternzing ankommen, ist es noch früher
Nachmittag, und so fahren wir auf der 12 und der 49 weiter Richtung
Bruneck. Kurz vor Bruneck biegen wir rechts ins Val Badia, der Zufahrt
zum Sella-Massiv. Gleich nach ein paar Kilometern sollte man sich
rechts auf die gut ausgeschilderte Val Badia-Panoramastrasse einklinken,
ein teilweise nur 2m breites Strässchen mit traumhaften Ausblicken.
Gleichzeitig ist diese Strasse auch die Zufahrt zum Würzjoch.
Panoramastrasse Val Badia |
Das heutige Ziel
ist der Campingplatz Colfosco in Covara. Dort treffen wir auf eine
Gruppe Motorradfahrer aus Hessen und nach ein paar Frotzeleien über
japanische und italienische Mopeds sind wir in die Gruppe integriert.
Doch bevor der Alkohol auf leeren Magen zu sehr zu wirken beginnt,
gehen wir zu Fuss ins Dorf und sorgen erst einmal für eine gute
Grundlage für den weiteren Abend.
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Sonntag,
20.Juli
Nach einer recht schlaflosen Nacht - nicht des Weines wegen, sondern
wegen einer herrenlosen Hundefamilie, die von den Besitzern samt Zelt
einfach da gelassen wurde. Die Welpen jaulten die ganze Nacht vor
Hunger. Soviel zum Thema Tierliebe...
Passo Valparola |
Nach dem Packen fahren wir hoch zum Passo Valparola mit der eigentümlichen
Felslandschaft und gleich dahinter über den Passo Falzarego in
Richtung Cortina. Durch diese Stadt müssen wir mehrmals kreisen,
bis ich in der Innenstadt hinter einem Parkplatz das kleine Schild
zum Passo Tre Croci entdecke. Auf der 48 bleiben wir, bis hinter Auronzo
eine kleine Strasse (619) nach Vigo abzweigt, eine super Fahrstrecke
hinauf zum Sella Ciampigotto, danach geht's rechts nach Sauris, wo
gerade ein Dorffest stattfindet, und so quälen wir uns bergab
einer endlosen Autoschlange entgegen. Wo die dort oben alle parken
wollen, bleibt ein Rätsel. Am Lago di Sauris, einem Stausee,
bestaunen wir hinter der Staumauer eine der tiefsten Schluchten der
Alpen. Wenn man an der Staumauer hinunter schaut, kommen schon beklemmende
Gefühle auf.
Hinter der Staumauer des Lago di
Sauris |
Weiter geht's über Ampezzo, Tolmezzo (hier muss man höllisch
aufpassen, sonst verfährt man sich garantiert) und Chiusaforte
zum Lago di Predil und kurz dahinter sind wir in Slowenien. Die
Grenzbeamten sind schon ein besonderes Völkchen, wahrscheinlich
gibt es für die Coolness einen besonderen Lehrgang. Man wird
von oben bis unten gemustert, aber ohne den Kopf auch nur ein Millimeter
zu bewegen. Darauf wird an der lässig herunter hängenden
Hand der Zeigefinger unmerklich bewegt und man darf fahren - eindrucksvoll!
Der Hinweis, dass deren Tage auch schon gezählt sind, spart
man sich lieber.
Mein letzter Besuch im damaligen Jugoslawien liegt 15 Jahre zurück
und so überrascht mich der sehr gute Strassenzustand und die
gute Ausschilderung - es hat sich einiges getan in Slowenien.
Wir fahren Richtung Bovec und biegen dann links vor Bovec in den
Triglavski-Nationalpark ab. An dieser Strasse, die von der Soca,
einem wildromatischen Bergbach, begleitet wird, befinden sich einige
Campingplätze. Der erste, den wir ansteuern, liegt im grünen
Outback, also fahren wir weiter. Da es schon früher Abend ist,
beschliessen wir, den nächsten Platz zu nehmen, egal wo und
wie er liegt. Camping Korita ist ein sehr kleiner Platz mit einer
Holzhütte als Rezeption und kleinen Waschgelegenheiten dahinter.
'Auweia' denke ich so bei mir, aber egal...
Camping Korita |
Die erste Überraschung
ist die herzliche Begrüssung durch die Besitzerin, die zweite
der gute und sehr saubere Zustand der sanitären Anlagen, und
die dritte ist ein Restaurant ca. 100m weiter. Es ist mehr eine
Osteria, wo es nur ein Menü gibt, und heute Abend gibt es Lammbraten
- lecker!
Diesen Abend lassen wir zusammen mit einem Münchner, der ebenfalls
auf dem Platz campiert, mit viel Wein (für mich) und Bier (für
die anderen) ausklingen. |
Montag,
21.Juli
Ich wäre gern noch ein Tag in Slowenien geblieben, aber Patrick
hat mit seiner Ducati die Nase von der Bergen voll und möchte
an die Adria. Vorher erkunden wir aber noch zu Fuss die nähere
Umgebung und den Fluss. Die Gegend hat entfernt Ähnlichkeiten
mit dem Schwarzwald, wenn da nicht die hohen Karstgipfel wären.
Überall haben sich Bäche und Flüsse tief in den Karst,
ein Kalkgestein, eingegraben und bilden überall kleine Seen
und Wasserfälle - mit anderen Worten: eine wunderschöne
Gegend! Zum Baden ist der Fluss allerdings nicht geeignet - bei
geschätzten 10 Grad...
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Nach dem Packen
fahren wir zurück in Richtung Bovec, Kobarid und Tolmin. Von
da aus ist Koper an der Mittelmeerküste ausgeschildert und so
fahren wir auf guten bis sehr guten Strassen dem Meer entgegen. Als
kurz vor Koper der Verkehr immer dichter wird, verlassen wir die Hauptstrasse
und kurven über Land dem Grenzübergang in Dragonia entgegen.
An einer Tankstelle endeckt Patrick einen schönen langen Nagel
in seinem Reifen. Eigene Reparaturversuche mit einem Reparaturset
bleiben relativ erfolglos, die Luft bleibt wenigstens im Reifen, aber
wie lange? Und so machen wir uns auf die Suche nach einem Reifenhändler.
Der findet sich glücklicherweise drei Kilometer später an
der Hauptstrasse. Er hat zwar keine Motorradreifen, kann aber das
Loch professionell flicken - Glück gehabt! Mir fällt immer
wieder die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen hier
auf. Für die Reparatur incl. viel Cappucino haben wir jedenfalls
nur 5 Euro bezahlt - fast beschämend, aber mehr wollte er nicht
haben.
In Kroatien bewegen wir uns in Richtung Porec und dann nach Vsar (keine
Ahnung, wie man das ausspricht), wo ich ein paar Campingplätze
durch den DCC-Campingführer ausfindig gemacht habe. Der dichte
Urlaubsverkehr lässt Schlimmes ahnen und so sind auch die ersten
beiden Plätze voll, die schon erwähnte Hauptsaison eben.
Camping Tourist |
Bei dem Dritten, Camping Tourist, haben wir Glück und werden
nicht abgewiesen. Wie auf fast allen Plätzen muss man sich zu
Fuss erst einen Platz suchen und dann anmelden. In den Motorradklamotten
eine schweisstreibende Angelegenheit. Auch dieser Platz ist randvoll
und nur an einem Hang finden wir noch einen kleinen Platz. Da noch
weitere Suchende über den Platz geistern, holen wir nacheinander
die Motorräder hoch. In der Saison sind fast alle Plätze
hoffnungslos überfüllt, und dabei haben Bayern und NRW bis
jetzt noch keine Ferien. Wie das dann hier zugeht, versuche ich mir
gar nicht erst vorzustellen.
Die Bedienung auf dem platzeigenen Restaurant ist zwar die Hektik
in Person, dafür ist das Essen aber sehr gut. Im Hafen von Vsar,
den man bequem zu Fuss erreicht, gibt es weiterhin viele Restaurants,
Bars und Eisdielen, mit anderen Worten: da tobt das abendliche Leben.
Übrigens sind die Kroaten wahre Künstler in der Eiszubereitung.
Noch etwas zum Preisniveau: das Essen bewegt sich etwa auf der gleichen
Höhe wie in Italien, nur leider sind bei den Getränken der
Wein, Mineralwasser und Säfte in den Restaurants recht teuer,
nur das Bier ist günstig. Man sollte bei der Bestellung gleich
erwähnen, dass man getrennt bezahlen möchte, sonst kommt
eine grosse Rechnung für den ganzen Tisch und zum Auseinanderrechnen
haben die Kellner überhaupt keine Lust. Man sollte auch die Rechnung
genau überprüfen, denn oft befinden sich darauf völlig
unbekannte Posten, man könnte auch automatisches Trinkgeld sagen.
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Dienstag,
22.Juli
Nach vier Tagen
Fahren ist dieser Tag zum Abhängen und Sightseeing gedacht,
und so erkunden wir Vsar und den Hafen bei Tageslicht. Nachmittags
im Meer baden und abends gibt es dann eine Fischplatte in dem Campingplatzrestaurant...mit
Livemusik, aber ich glaube, das muss ich mir nicht noch mal antun.
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Mittwoch,
23.Juli
Limski-Fjord |
Heute geht es
weiter auf die Insel Cres, und nach dem Packen fahren wir erst am
Limski-Fjord vorbei und dann auf kleinen gelben Strassen quer durch
Istrien zur anderen Küstenseite. Die älteren Strassen in
Kroatien sind mit äusserster Vorsicht zu geniessen. Als Split
in dem Bitumen wurde auch das Karstgestein verwendet, und dieses wird
mit der Zeit spiegelglatt. Und dazu kommen dann noch Ölrückstande
und Ähnliches. Es wird schon manchmal schwierig, die vollbepackte
Kiste im Stand mit den ständig wegrutschenden Füssen in
der Waage zu halten. Zum Glück hält sich der Reifenbelag
besser als Schuhsohlen auf der Strasse, was sich bei Regen aber schlagartig
ändern kann.
Südküste Istrien |
Das Innland von Istrien ist geprägt von halbhohen Bäumen
und dichtem Buschwerk, der Macchia mit ihren unverwechselbaren Gerüchen
und Düften. Die Leute in den Dörfern versuchen mühsam,
diesem unwirtlich steinigem Boden ein wenig Ackerland abzugewinnen.
Im Norden ist die Gegend recht flach, gen Süden wird es langsam
bergiger, um dann an an der Südküste als Steilufer ins Meer
abzufallen.
In Brestova (der Ort besteht eigentlich nur aus der Fähranlegestelle)
warten wir auf die Fähre zur Insel Cres, die etwa im Halbstundentakt
verkehrt. Hier treffen wir zwei Rentner, die schon etwas länger
mit ihren 1500er Suzuki-Reisesofas unterwegs sind. Nachdem erst einmal
alle Vorurteile bestätigt sind, beschliessen wir dann doch zusammen
weiter zu fahren.
Cres - Nordteil |
Der erste Teil
der Insel besteht nur aus einem bewaldeten Bergrücken, aber was
für ein Wald. Die Steineichen wachsen förmlich in einem
Felsenmeer, ein unglaublich eindrucksvolles Bild.
Auf dem Weg zur Insel Mali Lošinj kommen wir an dem lang gestreckte
Vrana-See vorbei. Eine Besonderheit des Sees ist, dass der Pegelstand
immer gleich bleibt. Eine Süßwasserblase schwimmt auf salzigem
Wasser und unterirdisch ist das Becken des Sees mit dem Meer verbunden,
weshalb sein Pegelstand sich im Sommer und Winter trotz unterschiedlich
starker Verdunstung nie ändert, das ist zumindest eine von vielen
Theorien.
Vraner - See |
Dieser See gilt als einer der saubersten Europas und ist Hauptwasserlieferant
der Insel, deshalb ist das Betreten des Uferbereichs und das Baden
strengstens verboten.
Laut Campingführer soll sich in der Nähe von Lošinj
ein akzeptabler Campingplatz mit viel Schatten befinden, auch vorherigen
Rechergen im Internet machte der Platz einen guten Eindruck (www.camp-cikat.com.hr),
und so fahren wir über die kleine Brücke, die die Inseln
Cres und Mali Lošinj verbinden, unserem Ziel entgegen.
Der Platz liegt auf einer dicht bewaldeten Halbinsel neben der Stadt
und ist ein Überbleibsel aus sozialistischen Tagen. Seit der
Zeit ist wohl nichts mehr gemacht worden und so zerfällt alles
langsam. Mit Mühe finden wir auf dem riesigen Areal noch einen
schönen Platz und richten uns erst einmal häuslich ein.
Campingplatz Cikat |
Den Abend beschliessen wir in dem platzeigenen Restaurant - nicht
besonders gemütlich, aber akzeptabel. Und auch hier muss man
genau überprüfen, was nachher auf der Rechnung steht. Ich
kann mir vorstellen, dass hier ein Kellner keine Reichtümer verdient,
aber eigentlich möchte ich noch selbst entscheiden, ob ich Trinkgeld
gebe oder nicht. |
Donnerstag,
24.Juli
Das Positive an
dem Platz sind der schöne Badestrand, obwohl man von Strand nicht
reden kann, besteht er doch aus betonierten Liegeflächen, aber
trotzdem recht gut gemacht. Und der Nähe zur Stadt Lošinj,
die wir heute zu Fuss erkunden wollen. In ca. 10 Min. sind wir am
schönen Hafen und lassen es uns erst einmal in einer Eisdiele
gut gehen.
Lošinj |
Im 19. Jahrhundert war Lošinj zusammen mit Veli Lošinj eine
wichtige Schifffahrtsmetropole mit eigener Werft, Sternwarte und Schifffahrtsschule
und verhalfen der Gegend so zu Ruhm und Reichtum. Am Ende des 19.
Jahrhunderts, als in der Schifffahrt die Segelschiffe den Schraubendampfern
weichen mußten, begann auf Lošinj die Ära des Tourismus.
Ab da wurde von der Bucht von Cikat aus der ganze Küstenstreifen
mit Aleppokiefern aufgeforstet.
In der der Altstadt von Lošinj drängen sich die Häuser
dicht zusammen und lassen nur Platz für schmale Gassen, von denen
man immer wieder in verschwenderisch blühende kleine Gärten
blicken kann.
Der Rest des Tages verbringen wir im Wasser und den Abend am Hafen
in einem kleinen Restaurant. |
Freitag,
25.Juli
Leider muss Patrick am Samstag zu Hause sein, und so müssen wir
den viel zu kurzen Aufenthalt auf der Insel abbrechen. Nach einer
herzlichen Verabschiedung von "unseren Daddies", die extra
mit uns aufgestanden sind und uns noch mit Kaffee versorgt haben,
fahren wir los.
Dieses Mal nehmen wir die Route mit der Fähre nach Krk und über
die Brücke, die Krk mit dem Festland verbindet. Strassenmässig
die eindeutig bessere Wahl. Rijeka umfährt man auf der Stadtautobahn
und ab Matulji fahren wir auf einer verkehrsreichen Strecke Slowenien
entgegen. Die Strecke bei Postoijna zieht sich endlos hin und ab da
heisst es nur noch Autobahn bis nach Augsburg, wo wir noch einen Freund
von mir besuchen wollen. |
Freitag,
25.Juli
Nach dem schönen gestrigen Grillabend erscheint die restliche
Strecke nur noch wie ein Katzensprung, aber auch die Kilometer wollen
gefahren werden.
Damit hat eine schöne, aber auch anstrengende Tour ihr Ende
gefunden.
Besonders Slowenien hat es mir angetan, und so wird es wahrscheinlich
nicht lange dauern, bis ich wieder dort bin - mit etwas mehr Zeit...
PS:
es ist der 8. August und ich sitze hier im Keller an meinen Computer
- und das ich hier jetzt wieder sitze, grenzt an
ein Wunder, denn gestern meinte ein Traktorfahrer, direkt während
des Überholvorgangs links auf ein Feld abbiegen zu müssen,
natürlich ohne zu blinken. Keine Chance mehr auszuweichen!
Die T5, die mich treu durch halb Südeuropa getragen hat, ist
jedenfalls ziemlich zerknüllt. Ich bin glücklicherweise
ohne einen Knochenbruch davongekommen, entdecke aber stündlich
neue Prellungen am Körper. Die grosse Verkleidung, die viele
so hässlich fanden, hat wohl die grösste Wucht des Aufpralls
abgefangen.
Wenn der juristische Kram hinter mir liegt, suche ich mir wohl eine
SP3, vielleicht weiss ja einer, wo so etwas zum Verkauf ansteht...
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