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Dieses
soll keine exakte Streckenbeschreibung sein (davon gibt es schon genug,
gerade von den Alpen), sondern nur ein kleiner Reisebericht mit ein
paar schönen Bildern (deshalb etwas Geduld wegen der Ladezeit,
bei manchen Bildern ist ein Link für die volle Grösse hinterlegt).
Es sollte eine dieser oft beschriebenen und gefahrenen Pässetouren
werden. Daß es dann doch anders gekommen ist, lag nicht zuletzt
am tollen Sommerwetter.
Gestartet sind wir (wir, das sind fünf Personen: Jörg, Kai-Uwe
und Simone, Matthias und meiner einer) an einem trübe verhangenen
Mittwoch Morgen in Herford, NRW in Richtung Staufen/Schwarzwald und
sind erst einmal nur über Landstraßen durch Sauerland,
Westerwald und Taunus bis Mainz gekurvt. Auf einer Umgehungsautobahnen
um Mainz passierte es dann: durch ein LKW wurden wir getrennt. Während
der Rest der Gruppe gerade den besagten Lkw überholte, sind Jörg
und ich von der Autobahn abgefahren. Also haben wir gewartet und versucht
über Handy eine Verbindung zu bekommen mit dem Ergebniss, daß
wir dann zu zweit unsere Fahrt fortgesetzt haben, um uns in Staufen
wieder zu treffen. Das hat aber leider auch nicht geklappt und so
haben wir uns erst am nächsten Tag in Italien wiedergesehen. |
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Am
nächsten Morgen ging es dann weiter durch die Schweiz Richtung
Lugano, erst mit Sonne, aber nach Zürich zog sich der Himmel
immer mehr zu und angesichts der schwarz verhangenen Berggipfel und
der nicht gerade motorradfreundlichen Temperatur entschlossen wir
uns dann, durch den Gotthard-Tunnel zu fahren. Schneetreiben auf dem
Gotthard-Pass wäre wahrscheinlich die bessere Alternative gewesen!
Wenn man aus der Röhre 'rauskommt, muß man erst einmal
die Atemwege freihusten und das Visier vom Öl-und Rußfilm
befreien. |
In Porlezza am
Luganer See angekommen hieß es erst einmal Zelte aufbauen und
in der malerischen Innenstadt bei diversen Latte machiati auf die
Anderen warten, die dann auch irgendwann abends eintrudelten.
Die nächsten Tage standen dann ganz in der Deviese Gegend erkunden.
Dazu gehört natürlich auch der nahgelegende Comer See, nur
leider wurde das Wetter von Tag zu Tag schlechter und leider auch
kälter. |
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Am Samstag bei
trügerisch blauen Himmel nahmen wir den Splügen-Pass unter
die Räder. Die Auffahrt vom Comer-See bei wunderschönen
Wetter, nur direkt oben auf dem Pass kam das große Schneetreiben.
Nur nicht anhalten
und schnell weg, bevor das Zeug liegenbleibt, bei drei Grad gar nicht
so unwahrscheinlich. Aber
auch in der Schweiz verbesserte sich das Wetter nicht wirklich und
so auf dem direkten Weg wieder Richtung Italien! |
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Zur Rückfahrt
bot sich Bernardino-Pass an, war zwar saukalt, aber zumindest trocken.
Die Südabfahrt dieses Passes ist eine wahre Kurvenorgie auf erstklassigen
Asphalt. |
| Am
Sonntag trennte sich unsere Gruppe erneut, denn wir wollten zu zweit
quer durch die Alpen zum Gardasee und das war der restlichen Truppe
dann doch zu anstrengend und so fiel uns die Aufgabe zu, einen schönen
Campingplatz zu suchen (macht man ja gerne...). Am Sonntagmorgen noch
schön frühstücken (ich glaube, die Besitzerin der Bar
in Porlezza wird sich noch lange an die komischen Deutschen erinnern,
die schon morgens so viel essen können. Das mit dem Collazione
nehmem die Italiener nicht so ernst und trinken eigentlich nur einen
Espresso.), und los gings. |
Mit der Fähre
über den Comer See und dann ab in die Bergwelt über Barzio,
Vendeseta, Bianco, Dossena, Gorno, Nossa, Clusone und Lóvere
am Lago d´Iseo. Die Strecke von Vendeseta nach Barzio führt
entlang eines Wildbaches durch eine tiefe Felsenschlucht - Klasse!
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| Leider
wurde aber das Wetter immer mieser, und in der Hoffnung, daß
es am Gardasee besser sei, sind wir direkt auf dem schnellsten Weg
von Iseo nach Saló gefahren. Und siehe da, die Wolken wurden
weniger, am Gardasee schien tatsächlich die Sonne. Jetzt noch
schnell zum Campingplatz in Moniga, den ich noch von einem früheren
Urlaub kannte und der Tag ist gerettet, so dachten wir. Aber am Samstag
hatte die Saison begonnen und so war der Platz gerammelt voll. Nach
einer halben Stunde mit Handy am Ohr, dem Campingführer in der
Hand und der netten Hilfe des Mädchens an der Rezeption war doch
noch ein Platz bereit, uns aufzunehmen. Allerdings hätte mich
ihr Blick nach Nennung des Platzes warnen müssen, denn der gefundene
Platz war wirklich unter aller S.., so beschlossen wir am nächsten
Tag die Suche fortzusetzen (wieder mit ihrer Hilfe) und dieses Mal
mit Erfolg. Auf dem Schwesterplatz Fornella im Nachbarort San Felice
war gerade etwas freigeworden. Immer noch ohne Frühstück
nichts wie hin und alles klar gemacht. |
Am
Nachmittag kam dann auch der Rest der Truppe, total abgekämpft,
denn sie hatten den Weg über die Autobahn via Mailand gewählt.
Der Rest der Woche stand unter dem Motto: getrennte Aktivitäten,
vereint feiern. Kai-Uwe, Simone und Matthias zogen es vor, in der
Sonne zu braten, während es Jörg und mich in die Berge zog. |
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Möglichst
kleine Pässe mit 2m breiten Wegen, manchmal Asphalt, manchmal
Schotter, was der alten V7 alles abverlangte, aber Eindrücke
ließen die Strapazen völlig vergessen. Besonders beeindruckend
war der Passo di Maniva vom Lago d'Idro aus. |

Der wunderschön
gelegene Lago d'Idro, glasklar, aber eiskalt! |
| Spätnachmittags,
wenn der Stand sich schon geleert hat, immer noch einmal in den See
gesprungen und den Tag dann in dem sehr guten Restaurant auf dem Platz
ausklingen lassen. |
| Am
Freitag war zuletzt noch eine Städtetour bis Riva angesagt...
Limone |
Limone |
Gardone |
Maderno |
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...am
Samstag noch einmal total relaxen und am Sonntag ging es leider wieder
zurück nach Hause.
Eins ist klar, der Gardasee wird bestimmt wieder Ziel unserer nächsten
Tour! |
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