Tankversiegelung
 

Das Objekt: ein Tank von einer 3 1/2 Morini
Nichts ist ärgerlicher, wenn der frisch lackierte Tank nach kurzer Zeit von innen durchrostet. Schwitzwasser, Luftfeuchtigkeit mit aggressiven, vom Sprit gebundenen Chemikalien setzen dem ungeschützten Metall von innen mit der Zeit arg zu, vor allem in den Falzbereichen. Dieses lässt sich durch spezielle, benzinresistente Lacke wirksam verhindern. Sogar kleine Undichtigkeiten werden wieder geschlossen. Für diese Lacke gibt es inzwischen viele Anbieter, auch die Verfahren der Entrostung sind unterschiedlich. Da gibt es zuerst die mechanische Variante, bei der man Split in den Tank gibt und denselbigen in Decken eingehüllt in die Mischmaschine steckt. Die andere Variante ist die chemische Entrostung, die ich nach einem sehr positiven Test in der Oldtimer-Praxis hier anwende.

Als Erstes muss der Tank gründlich entlüftet werden. Die Benzinhähne werden ausgebaut und die Bohrungen verschlossen. Hierzu nehme ich Flaschenkorken, die ich auf den passenden Durchmesser abgedreht habe. Alte Benzinhähne, die man nicht mehr braucht, tun es natürlich auch.

Soll der Außenlack behalten werden, müssen eineige Schutz-massnahmen getroffen werden. Ich habe hier einfach eine Plastikfolie über den Tank gedeckt und den Bereich um den Einfüllstutzen abgeklebt.
Der erste Arbeitsgang ist die Entfettung. Die Lösung, eine Art Seifenlauge, wird bis zum Rand eingefüllt und mussüber eine Stunde auf ca. 60 Grad erhitzt werden. In der Anleitung wird ein Tauchsieder empfohlen, nur leider passen Tauchsieder oft nicht durch die Öffnung. Aber es gibt auch andere Möglichkeiten, z.B. die Lösung vorher erhitzen und dann einfüllen oder eine Aquariumheizung. Die wird zwar nicht ganz so heiss, funktioniert aber mit längerer Einwirkzeit recht gut. (Die Heizung im Bild ist ein Heizstab aus einer alten Leiterplattenätzanlage)
Der zweite Arbeitsgang ist die Entrostung. Nach gründlichen Spülen des Tanks ist das die gleiche Vorgehensweise wie bei der Entfettung, nur die Flüssigkeit ist natürlich eine andere.
Auch danach muss wieder sehr gründlich gespült werden, es darf nichts von der Säure zurückbleiben.
Entfetter und Entroster können mehrmals verwendet werden und lassen sich in großen Kunststoffkanistern aufbewahren.


Der dritte Arbeitsgang ist das "Lackieren". Der Lack wird mit dem Härter gemischt (aber nur die halbe Ladung, das reicht völlig aus) und in den Tank gegossen. Zuerst muss der Tank in alle Richtungen gedreht werden, damit der Lack überall hinkommt - der Einfüllstutzen wird dabei besser zugeklebt. Dann alle paar Stunden den Tank in eine andere Lage bringen, denn der Lack wird über mehrere Tage immer zähflüssiger und fliesst so in alle Bereiche des Tanks. Nach einer Woche ist er ganz ausgehärtet und noch einer weiteren Woche ist der Tank wieder einsatzbereit..

Verwendete Materialien:
Kreem Weiss Tankversiegelung
zu beziehen über
Technik Ammon, Kreuzstr. 6, 97424 Schweinfurt, Tel.: 09721/41455

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