Teil 8 (Sitzbank)
Die Sitzbank sieht etwas mitgenommen aus, Polster und Bezug sind zwar noch in Ordnung, aber in dem merkwürdigen Rot trifft der Bezug nicht ganz meinen Geschmack.
Die Grundplatte dagegen ist ziemlich marode. Nach dem Sandstrahlen zeigen sich überall Risse und Brüche. Nun könnte ich den einfachen Weg gehen und mir eine neue (sogar recht günstige) Höckersitzbank kaufen. Aber warum einfach, wenn es auch umständlich geht, ausserdem gehört diese Sitzbank zu dem Typ. Also wird erst einmal die Grundplatte resaturiert. Dazu werden alle maroden Blechteile mit einer Miniflex (Stabschleifer mit Trennscheibe) ausgeschnitten.

 

 

 

 

 


Abstand und Position der Haltelaschen werden mit einer Gewindestange gesichert, danach neues Blech stumpf eingeschweisst und dann die Halter wieder an der alten Position eingeschweisst.

 

 

Zuletzt wird die fertige Grundplatte noch pulverbeschichtet.
Für den neuen Bezug muss der alte als Vorlage dienen. Als Material verwende ich Autoleder, dass es als Restematerial beim Ledergrosshandel für ein paar Euro gibt. Das Polstern erledigt aber ein Freund von mir.
Auf dem Bild sind schon die Zierleisten zu sehen, die ich als Stangenware auf einem Oldtimermarkt erstanden habe. Die Enden werden plattgeklopft, zurecht gefeilt und poliert. Zuvor müssen aber die Schiebeschrauben in die Nut.
Die Schrauben sind normale Sechskant M5, bei denen die Köpfe bis auf 1mm abgedreht sind. Auf der Gegenseite werden Blechstreifen hintergelegt, die gleichzeitig auch das Leder zusätzlich fixieren.
Allein die Beschriftung fehlt, aber da könnte man mit dem Schneidplotter eine selbsklebende Folie fertigen, die als Schablone für die Lederfarbe dient - mal sehen.