Teil 5

Der weitere Aufbau geht etwas schleppend weiter (Garten, Haus, Familie etc.). Daß der Nummernschildhalter in der Farbe des Lacksatzes lackiert ist, ist eine Marotte von mir, original ist er einfach nur schwarz.

Das Motogehäuse widerstand allen chemischen und mechanischen Reinigungsversuchen, und so blieb mir nichts anderes übrig, es in den Glassturm zu schicken. Vorher wurden natürlich alle Öffnungen abgedichtet. Die Zylinderbohrungen werden einfach mit Holzplatten und Dichtmasse verschlossen. Die Pleuel verschwinden praktischerweise vollständig im Motorgehäuse. Der Kupplungsdeckel auf der anderen Seite wird abgenommen, mit einer Schicht Tesa-Band überklebt und mit Dichtungsmasse wieder eingesetzt. Der Wellendichtring der Schaltwelle und die Kupplungsdruckstange werden mit einer dicken Schicht Dirko zusatzlich abgedichtet. Die Motorentlüftung sollte auch nicht vergessen werden.

Die Zylinderköpfe habe ich ebenfalls gestrahlt (würde wahrscheinlich auch recht merkwürdig zum perfekten Motogehäuse aussehen) und das Tragbild der Ventile überprüft, die ich vorher ein wenig poliert habe. Das soll verhindern, das sich der Ruß dort fest setzt...ob's hilft...?
Wenn man den Motor allein einsetzt, sollte man ein paar Maßnahmen zum Schutze des Rahmens unternehmen, hier in Form von Gummimattenstreifen um die Rahmenrohre, damit man bei Einbau nicht gleich dieselbigen verkratzt.
Auf Grund meiner Grösse werden auch bei diesem Motorrad zurückgelegte Fussrasten montiert: die schönen und seltenen Tarozzi.
Als nächstes sind die Griffaramturen dran....
...und die hervorragend von Maximilian Mahlmeister restaurierten Instrumente. Die Einfassungsgummis sind noch in einem guten Zustand und werden nur mit Hirschtalgfett behandelt. Die Anzeigelämpchen werden auf LED umgerüstet, davon mehr auf der nächsten Seite.