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Da, wie
schon erwähnt, die Räder zwar optisch in einem schlechten
Zustand aber mechanisch einwandfrei waren, ist das Einspeichen
und Zentrieren fast ein Kinderspiel |
Tja,
und irgendwo müssen die Räder jetzt auch rein,
d.h. Schwinge und Gabel sind nun dran. Die Schwingenlager
zeigten sich bei der Demontage schon von ihrer besten
Seite: in Ermangelung jeglichen Schmierstoffs waren Achse
und Lagerbuchsen eine reibende Verbindung eingegangen.
Die Lagerbuchsen kann man mit viel Glück und reichlich
Wärme in einem Schraubstock herauspressen. Klappt
das nicht, muss man einen Betrieb aufsuchen, der eine
Hydraulikpresse sein eigen nennt.
Für
mich stand von Anfang an fest, die Schwinge auf Nadellagerung
umzurüsten, der fertige Satz war mir aber zu teuer
und mit ein wenig Überlegung kam ich dann auf meine
eigene Lagerungsversion. Dazu braucht man eine neue Achse,
zwei geschliffene und gehärtete Lagerhülsen,
eine Distanzhülse, vier Nadelhülsen, vier Dichtringe
und eine Verschlussmutter. Das vielleicht grösste
Problem ist das Schleifen und Härten der beiden Lagerhülsen,
aber eine Lohndreherei dürfte auch da weiterhelfen.

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Die
Verschlussmutter mit dem Gewinde M20x1,25 ist ein Normteil
und wird mit einem durchgehenden Gewinde M12x1,25 versehen.
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In die Mitte der beiden Schwingenlagerrohre wird ein
Schmiernippel eingesetzt und dann werden die vier Nadelhülsen
in die Rohre eingepresst, und zwar soweit, dass der
Dichtricht noch gut davor passt. Pro Rohrstück
werden 2 Lager und natürlich auch 2 Dichtringe
verwendet.
Sollten
die Rohre zu eng sind, müssen dieselbigen mit einer
24er Reibahle aufgerieben werden.
Als Nächstes muss sichergestellt werden, dass die
drei Lagerteile Hülsen und Distanzrohr sich fest
in den Rahmen klemmen lassen, schließlich sollen
sich ja die Lager auf den Hülsen drehen, und nicht
die Hülsen selber. Hierzu werden alle Lagerteile
(aber ohne Schwinge) schon einmal testhalber eingebaut
und mit der Verschlussmutter festgeklemmt. |
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Da ich die Hülsen schon in die Schwinge eingesetzt
hatte, habe ich auf dem Bild ersatzweise Rohrstücke
genommen. Die verbleibende Distanz zwischen Verschlussmutter
und Rahmen wird ausgemessen und mit einer Scheibe ausgeglichen.
Dann wird die Schwinge komplett eingesetzt, die Achse
durchgeschoben (bei eingeschraubter Verschlussmutter!)
und verschraubt.
Sollen Tarozzi-Fussrasten angebaut werden, müssen
in die Enden der Achse noch 6mm-Gewinde gebohrt werden.
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Hier die fertig eingebaute Schwinge. |
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