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Die Bremsfläche
in der Bremstrommel hat so tiefe Riefen, dass diese mit reinem
Ausschleifen nicht beseitigt werden können, hier hilft
nur Ausdrehen. Aber wie spannt man die in die Drehbank auf?
Von aussen bekommt man sie nicht zentriert, also geht es nur
per Dorn. Ich habe mir ein Rohr auf den Achsdurchmesser abgedreht
und am Ende ein 10mm Gewinde hineingeschnitten. Die Trommel
wird jetzt auf das Rohr geschoben und muss mit einer Schraube
und Platte oder Scheibe gegen das Spannfutter geklemmt werden,
sonst würden sich nur die Lager, aber nicht die Trommel
drehen. Mit der niedrigsten Schnittgeschwindigkeit wird jetzt
die Trommel vorsichtig ausgedreht, immer nur zehntelweise
und mit geringem Vorschub - man bedenke, die Trommel ist nur
gegen das Futter geklemmt. |
In
der Zwischenzeit könnte man ja die wenigen Lackteile
zum Lackieren bringen, nur noch eben die Schilder entfernen,
aber die sind mit Silikon angeklebt, die Pinne an den
Schildern abgebrochen und die Aufnahme vollständig
zugespachtelt - mir schwant Böses.
Um
die Clips freizulegen, muss ich mich durch 1cm dicke Spachtelmasse
arbeiten. Die Clips selber sind nur noch Rostklumpen.
Der Spachtel ist sinnigerweise ohne Grundierung auf das
nackte Blech verarbeitet worden und dementsprechend leicht
fällt er auch ab. Also auch den Tank zum Strahlen
bringen. Was dort zum Vorschein kommt - grausam! Beide
Seiten heftig zerdellt, oben das erhobene Profil existiert
in der Mitte fast nicht mehr. Nach einem Unfall sieht
das nicht aus, hier hat wohl der Prestokünstler seine
eigene Tankform verwirklichen wollen, und da war wohl
das Blech im Weg.
Zuerst wird versucht, die Tankform wieder hin zu bekommen.
Die grossen Dellen und Beulen ziehe ich mit einem selbstgebauten
Beulenzieher wieder raus.
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Der
besteht aus einer 8-oder 10mm Gewindestange, an deren
Ende ein 2cm breiter Blechstreifen geschweisst wird, auf
die Stange wird ein Gewicht (natürlich mit durchgehendem
Loch) geschoben und als Abschluss kommt eine Mutter auf
die Stange. Jetzt wird die Konstruktion mit dem Blechstreifen
in der Mitte der Delle nur leicht angepunktet. Das Gewicht
wird nun mehr oder weniger heftig gegen die obere 'Stopmutter'
bewegt und die Beule kommt wieder raus. Immer mit sehr
viel Gefühl arbeiten, denn sonst hat man schnell
eine Delle nach aussen.
Das
Mittelprofil lässt sich allerdings mit dieser Methode
auch nicht mehr vollständig herstellen, hier kommt
Zinn
zum Einsatz, um die Form wieder herzustellen.
Auch die arg zerschundenen Seitenkanten werden mit Zinn
wieder aufgebaut. Der Rest wird mit 2k-Spachtel erledigt
und dann geht die ganze Sache zum Lackierer. |
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Als
Nächstes steht wieder eine der schlimmsten Aktionen
an, das Polieren. Zunächst hatte sich noch die
Frage gestellt, ob selbst machen oder vergeben, aber
das Finanzielle hat entschieden, und so sitze ich wieder
in der Kabine und lasse mir den Dreck um die Ohren fliegen
(siehe Laverda - Restauration). Der Vorteil: ich habe
das Finish selbst in der Hand, und das Ergebnis ist
mehr als zufriedenstellend. |
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