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| Es
geht los, jetzt ist meine Morini 3 1/2 dran. Zuerst werden
von der Maschine jede Menge Fotos geschossen, jedes auch noch
so unwichtig erscheinende Teil wird digital gebannt. Beim
Zerlegen ist alles noch ganz klar, wie und wo alles hingehört,
aber zwei Monate später sieht die Sache dann schon ganz
anders aus, und so sind die Fotos dann ein nettes Hilfsmittel. |
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Sind fast
alle Teile in einem recht guten Zustand...
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...so zeigt
der Rahmen doch ein paar Schwächen. Die Seitenständeraufnahme
wie auch der Lenkeranschlag sind arg deformiert und leider ist
auch die rechte Motoraufhängung gerissen.
Die Ständeraufnahme
wird wieder gerade gehämmert und verschweisst, der Lenkeranschlag
ist schon etwas schwieriger, denn das dicke 3mm Stahlblech
weigert sich beharrlich, die enge U-Form anzunehmen (als Nichtmetaller
eine echte Herausforderung).
Der Riss
am Rahmen wird nur kehlförmig erweitert und wieder zugeschweisst.
Danach
werden wieder alle Lageraufnahmen, Passungen und Gewinde mit
Aluscheiben und alten Schrauben verschlossen, damit diese
beim folgende Sandstrahlen und Pulvern geschützt sind. |
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Zuerst
hatte ich eigentlich vor, die Gussfelgen zu behalten, aber
nachdem mir auf dem Oldtimermarkt in Hamm zwei Borrani-Speichenräder
über die Füsse gerollt waren, gehörte dieser
Entschluss der Vergangenheit an. Die Räder sind zwar
korrosionsmässig sehr angegriffen, dafür aber gerade
und ohne Macken. Und sogar noch mit profilstarken Reifen,
nur leider von 1984 und steinhart. Die Dinger über den
Felgenrand zu würgen will ich nicht wagen, und so kommt
die kleine Fräse zum Einsatz. Das stinkt zwar gewaltig,
aber schonender (für die Felge) kann man keinen Reifen
abziehen.
Die Speichen lassen sich absolut nicht mehr lösen, also
bleibt nur noch die Lösung mit der Flex (vier Muster
für die Neubestellung habe ich doch noch gerettet).
Naben und Bremsdeckel werden glasgestrahlt und warten auf
die Politur. |
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Die
Gabeltauchrohre und Gabelbrücken sind zwar original
schwarz lackiert, aber ich finde, poliert sehen sie einfach
besser aus. Zuvor muss aber der alte Lack ab, mit Sandstrahlen
wird die Oberfläche zu rauh und Glasstrahlen dauert
eine Ewigkeit. Hier kommt wieder der simple Abbeizer zum
Einsatz. Die Lacke auf Rahmen und Rahmenteile haben oft
eine andere Konsistenz als die auf Tank und Seitenteile.
Der Abbeizer (der Universal von Molto funktioniert sehr
gut) wird dick auf die Teile aufgetragen und dann muss
man etwas Zeit haben und die Sachen für ein paar
Tage weglegen. Wenn der Lack reagiert, haben sich dann
schon grosse Teile des Lacks abgehoben. Den Vorgang kann
man dann mehrfach wiederholen, bis der Lack vollständig
abgelöst ist. |
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