Teil 2, Hinterradschwinge
 
Nach der Lackierung des Rahmens wird als Erstes die Hinterradschwinge montiert.
Leider hat Laverda nicht nur beim Motor von Honda (zumindest optisch) gekupfert, sondern auch den schlechten Lagerstandart von den Japanern übernommen, d.h. Schwingenlager aus Kunststoff. Dass es auch anders ging, zeigte Moto Guzzi mit Kegelrollenlagern. Abgesehen davon, dass es die guten Kunststofflager nicht mehr gibt, wäre es nicht besonders klug, hier beim Originalzustand zu bleiben. Es gibt bei den Ersatzteilhändlern einen Nachrüstsatz mit Nadellagern, nur leider ist
die Umrüstung oft nicht ganz einfach. Entweder kann man das Lager in das Schwingenrohr 'reinwerfen oder es passt einfach nicht rein (oder beides, wie bei mir). Da hilft nur kleben und mit einer Reibale aufreiben.
Das zweite Problem ist, dass die Einzelteile des Nachrüstsatzes nicht so hundertprozentig genau gefertigt sind. Die zwei Lagerbolzen(1) und das Distanzrohr(2) sollten genau in den Rahmen passen, meistens ist aber das Distanzrohr zu kurz, so dass sich nachher die Lagerbolzen mit der Achse nicht klemmen lassen. Ergebniss: die Schwinge wackelt trotz neuer Lager! Also ein neues Stück Stahlrohr absägen und auf die passende Länge abdrehen (oder schleifen). Die beiden Kunstoffscheiben (Bild links) dienen zur Positionierung der Schwinge mittig im Rahmen.
Die Lager sind nicht besonders gut gegen Wasser und Dreck geschützt, allein die Kunstoffscheibe verhindert den direkten Wassereinbruch. Mal sehen, wie lange das hält. Das Lager ist zum Glück ein Normteil.
Man könnte die Lager etwas weiter einsetzen und ein Wellendichtring mit einsetzen, dazu müsste aber das Schwingenrohr aufgefräst werden - eine nicht ganz einfache Prozedur ohne HiTech-Werkzeugpark.