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Die
Anfertigung eines Kabelbaums habe ich ja schon an anderer Stelle
beschrieben, allerdings für eine GT mit grossem Bosch-Scheinwerfer,
in dem sich die Hauptverdrahtung befindet. Dort läuft alles
zusammen: Blinker, Schalter, Zündschloss usw. Bei der SF1
ist die Sache ein wenig komplizierter, denn dort befindet sich
die Hauptverdrahtung im Rahmen unter dem Tank. Durch die beiden
Zündspulen ist dort sowieso recht wenig Platz, und dann
noch zwei Steckleisten dort unterbringen ist eine Mordspfriemelei. |
Da ich
die alten Unterbrecherkontakte, die immer für Ärger
sorgen, nicht wieder verwenden wollte, ergab sich als einzige
günstige Alternative die elektronische Zündung von
Boyer/Bransdon. Diese Zündung wird eigentlich in den
alten Nortons verbaut, aber mit ein paar Umbaumassnahmen funktioniert
sie auch in einer Laverda hervorragend. Die Elektronik passt
prima neben dem (Hitachi-)Anlasserrelais
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Bremslichschalter
Bei
Motorrädern aus diesen Baujahren war ein Bremslicht für
die vordere Bremse nicht notwendig. Da dieses aber, wie ich
finde, ein unverzichtbarer Sicherheitsaspekt ist, musste ich
mir überlegen, wie und wo ich den Schalter unterbringen
konnte. Es gibt zwar Druckschalter, die in den Bowdenzug integriert
werden (Guzzi), aber leider 'verbrauchen' diese recht viel
Hebelweg. Also blieb nur die Möglichkeit, einen Schalter
in die Armatur einzubauen. Leider fällt der Steg der
LUCAS-Armatur sehr schmal aus, so daß beim Durchbohren
ein handelsüblicher Taster aus japanischer Produktion
nicht mehr viel Alu stehen lassen würde.
Zum Glück
gibt es die Alarmanlagentechnik mit den winzigen Tür-und
Fensterreedkontakten. Der abgebildete stammt von der Fa. Meder
und ist bei Reichelt
zu beziehen.
Im Hebel wird der Magnet untergebracht: 3,2mm Loch bohren
und mit Silikonkleber einkleben. Damit Schalter und Magnet
auch in einer Linie liegen ist es sinnvoll, erst mit dem Oberteil
zu beginnen.
Dieses wird zuerst mit Kunstharz ausgegossen, damit man überhaupt
ein Führungsloch bohren kann. Dann den Hebel einsetzen
und durch das Loch die Magnetposition auf dem Hebel markieren.
Die Anschlußkabel werden mit einem Isolierschlauch und
der Übergang zum Schalter mit Schrumpfschlauch geschützt.
Fertig ist ein robuster und witterungsunabhängiger Bremslichschalter!
Bestellnummern
(Reichelt)
Reed-Sensor: MK 1471B
Magnet: Magnet 3.0 |
| Nur
hat die Sache noch einen kleinen Haken: so angeschlossen würde
das Bremslicht immer brennen und bei Betätigung des Hebels
ausgehen, also genau umgekehrt, weil es die Reedkontakte nur
als Schliesser gibt. Deshalb braucht man noch ein KFZ-Relais
mit Umschaltkontakt als Inverter.
Anschlussschema:
85
an +12V
86 an den Reedkontakt, der zweite Anschluß des
Reedkontakts an Masse
30 und 87a werden als eigentlicher Bremslichtschalter
(oder als Ersatz für den Ursprünglichen) geschaltet
Bei zurückverlegten
Fußrastenanlagen ohne Bremslichtschalter läßt
sich die gleiche Technik anwenden, nur mit anderen Bauformen
der Reedkontakte und Magnete. Die Fa. Meder
bietet hierzu eine ganze Anzahl unterschiedlicher Bauformen
an, die auch über Reichelt zu beziehen sind. |
Die alten
Sicherungshalter haben nur Schraubanschlüsse und wenn man
dort mehr als ein Kabel unterbringen will, wird's schon haarig.
Auf diversen Oltimermärkten gibt es diese 4-fach Halter
mit Steckanschlüssen aus DDR-Beständen, deren Lochabstand
genau mit dem Original übereinstimmt.
Daneben das Blinkrelais vom Autoverwerter, eigentlich für
4 Lampen gedacht, aber durch eine kleine Änderung funktioniert's
dann auch bei zwei Lampen. Da die Relais alle recht ähnlich
aufgebaut sind, braucht man nur den frequenzbestimmenden Kondensator
vergrößern, und schon blinkt es langsamer. (genauere
Beschreibung hier) |
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Und hier
das (originale) Schaltbild der SF1 (Achtung, 450kB, aber dafür
kann man mit dem Druck vernünftig arbeiten). |
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