Teil 6
 

Die Ölschläuche waren zum einen porös und zum anderen ist die Verbindung mit den Schlauchschellen auch nicht besonders schön, also habe ich diese durch Hydraulikschläuche mit Schraubverbindungen ersetzt. Am Kühler habe ich die Schraubanschlüsse mit einem speziellen Metallkleber angesetzt.

Am Motor fehlen jetzt nur noch die Vergaser. Da der Motor bis zuletzt noch gelaufen hatte, hatte ich hier nicht mit großen Handlungsbedarf gerechnet, doch weit gefehlt!
Zwei von den Dreien hatten heftige Wasserschäden und die Zerstäuber waren nur mit Kriechöl und Hitze zu lösen. Die Düsen werden einer Behandlung mit Essig unterzogen, d.h. alle Messingteile zwei Stunden in Essig legen und die Sachen sind wieder sauber. Einziger Nachteil: eine leicht kupferfarbene Verfärbung. Die Gehäuse werden nur mit Vergaserreiniger behandelt, eine Behandlung mit Essig oder Backofenspray bringt nur Nachteile, da der Guß größtenteils aus Zink besteht und dieser recht heftig reagiert.
Das nächste Problem waren die M7-Muttern für die Stehbolzen der Ansaugstutzen - auch nach langen Suchen, die Dinger blieben verschwunden.
Zum Glück hatte ich mal vor Jahren in M7-Gewindebohrer erstanden und da M6 die gleiche Steigung hat, ist es ein Leichtes, das Kernloch auf 5,9mm aufzubohren und ein M7-Gewinde zu schneiden. Wenn man vorsichtig schneidet, läßt sich auch die Sicherung bei den Stopmuttern erhalten.
So sieht die Sache dann fertig aus:

Der pure Luxus: da die Lagerung vom Bremshebel vollkommen ausgeschlagen war und ich keine Lust hatte, neue Buchsen zu drehen, habe ich einfach zwei kleine Kugellager hintereinander in den Griff eingepasst. Der Erfolg: superleichte Bedienung und kein Gewackel vom Bremsgriff mehr. Die gleiche Behandlung widerfährt auch dem Kupplungshebel.
(Die Lager stammen übrigens aus alten Festplatten)

Auch der Rest wurde inzwischen weiter vervollständigt. Die Auspuffanlage ist dran, die Hebeleien sind montiert und sobald die neue Batterie da ist, steht einem Probelauf des Motors nichts mehr im Weg.