Teil 5
 

An einem Freitagabend im Oktober haben wir dann den Motor wieder in den Rahmen gesetzt. Die Rahmenunterzüge mit längs aufgeschnittenen Fahrradschläuchen geschützt und den Motor von der rechten Seite reingehoben. Mit zwei Mann eigentlich eine simple Sache, wichtig dabei ist nur, daß die beiden unteren Stehbolzen der Motor-halterung raus sind.
Für die Optik wird schon mal der Primärdeckel montiert. Wie bei allen Dichtflächen verwende ich zusätzlich DIRKO HT als Dichtmaterial. Viele halten nichts von Silikondichtmasse, aber ich habe bei allen Motoren allerbeste Erfahrungen damit gemacht. Nicht nur, daß die Dichtflächen absolut dicht sind, auch lassen sich die Teile nachher wesentlich besser wieder trennen. Man darf die Flächen allerdings nur hauchdünn damit einstreichen.

Bei der DMC-Zündung wird eine zweigeteilte Lichtmaschinenspule durch eine einzelne ersetzt. Damit reicht die Leistung der Lima so weit aus, daß man jetzt auch ständig mit Licht fahren kann, ohne daß die Batterie leergesaugt wird.
Für die Verbindung zum Gleichrichter (fälschlicherweise auch als Regler bezeichnet) verwende ich Leitungen mit 2,5mm Querschnitt, für die Aufnehmer 0,5mm. Alle Verbindungen der Spulen werden noch auf der Grundplatte gemacht, nur so passen alle Kabel incl. Schutzschlauch durch die Bohrung im Motorblock.
So, Motor ist drin, Zündung auch, dann geht es jetzt weiter mit der Elektrik. Der Hauptkabelbaum zum Rahmendreieck ist recht übersichtlich und besteht aus den Leitungen für Blinker, Rücklicht, Bremslichschalter vorn, Leerlaufkontrolle, Anlasserrelais, Batterieplus und Zündungsplus. Die originale Lüsterklemmenreihe entfällt!
Der Hauptkabelbaum und auch alle anderen Zu- und Ableitungen enden in der Lampe. Hier sitzt die gesamte Verteilung und auch das Blinkerrelais. Das wird mit den ganzen Steckleisten richtig eng, wenn der Lampneinsatz davor kommt.

...sieht auch nicht wirklich besser aus.
 
Eine Besonderheit stellt der Lichtschalter dar, entbehrt er doch jeglicher Logik. Das volle Licht ist jederzeit einschaltbar, auch in der Standlichtstellung des Zündschalters (?). Verantwortlich dafür ist die Diode.

Wenn diese zwischen 15 und 58 geschaltet wird, funktioniert der Lichtschalter wenigstens halbwegs vernünftig. Wozu die Stellung "P" für PERMANENT-Licht eigentlich gut sein soll, ist mir nicht so ganz klar geworden. Aber sei's drum, man kann das Licht ein- und ausschalten, auf- und abblenden, und das ist schließlich die Hauptsache.