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Das Schwingenlager
wurde zwar schon mal auf Nadellager umgerüstet, aber
die Lagerbolzen des Umrüstsatzes waren zu groß
und ließen sich nur mit Gewalt in die Lagerhülsen
schieben, so daß die Nadellader schon unbrauchbar waren.
Neue Lager (HK2538) sind zum Glück nicht teuer und nachdem
die Bolzen auf das richtige Maß gelappt worden waren,
ergab sich die Möglichkeit die Lager mit Wellendichtringen
(25-32-5 von Simerit) vernünftig abzudichten |
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Die
Anlasserteile wurden inzwischen lackiert und mit neuen
Kohlen wieder zu einem funktionsfähigen Teil zusammengesetzt. |
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Von Harrie de Jonge in Holland besorgte ich mir einen neuen
(gebrauchten) Zylinderkopf und drei neue GPM-Kolben im ersten
Übermaß. Der Zylinderblock wurde von einem Fachbetrieb
genau auf die Kolben aufgebohrt und gehohnt. Falls de Kolbenbolzen
etwas zu fest sitzen - ein wenig Wärme mit einer Heißluftpistole
wirkt Wunder.
Ein echtes
Geduldsspiel ist allerdings das Aufsetzen des Zylinderblocks
auf den Rumpf - mit nur einer Kolbenringzange. Zuerst den
mittleren Kolben in OT-Stellung bringen und mit einem Holzstück
gegen den Rumpf verkeilen und den Zylinderblock mit Hilfe
der Zange aufsetzen.
Danach
die KW so weit weiterdrehen, daß die äußeren
Kolben vollständig den Rumpf verlassen haben, dabei aber
aufpassen, daß der mittlere Kolben nicht wieder aus
der Laufbahn herausrutscht. Einen der äußeren Kolben
jetzt mit einer schmalen Leiste unten gegen das Gehäuse
blockieren und mit Hilfe von zwei Zangen (aber wer hat die
schon, ein selbst gebogener Blechstreifen für den zweiten
Kolben tut's auch) den Block ganz draufschieben. Dabei nicht
vergessen, die Gleitschiene der Steuerkette (dickes Ende oben)
vorher einzusetzen. |
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Der Zylinderkopf
wurde gestrahlt, die Ventile neu eingeschliffen und die Ventilschaftdichtungen
erneuert, nur leider stellte sich heraus, daß mit den
verfügbaren Einstellkappen kein Ventilspiel einstellbar
war. Außerdem war der Kopf in sich verzogen - also Schrott!
Von OCT habe ich dann erfahren, daß gerade diese Köpfe
- ohne Gusskalotte mit Sitzringen direkt im Alu - die schlechtesten
von Laverda waren. Der Zylinderkopf wurde von Harrie aber anstandslos
umgetauscht, und so ist Christian jetzt im Besitz eines erstklassigen
RGS-Kopfes (dieser hat Stahlkalotten mit zusätzlichlichen
Sitzringen und außerdem sehr gutes Alumaterial).
Auf ein Neues:
wieder strahlen, Ventile einschleifen, neue Schaftdichtungen
und Ventilspiel einstellen.
Dieses mache
ich am nicht montierten Kopf, denn zum Ausmessen der Einstellkappen
muß jedesmal die komplette Nockenwelle demontiert und
wieder montiert werden und damit verbunden müssen alle
Zylinderstehbolzen gelöst und wieder angezogen werden.
Beim separaten Kopf müssen die Stehbolzen durch Gewindestangen
ersetzt werden. |
Der obere
Teil der Befestigungbohrungen der Nockenwellenlagerböcke
waren unter dem Anzugsmoment der Stehbolzen zerbröselt,
und so habe ich die Auflage weggefräst und durch passende
Abstandsringe ersetzt.
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Ich hatte
mir bei der Demontage mit einem Edding die Nockenwellenstellung
markiert. Beim Zusammenbau nahm ich dann auch wieder diese
Markierungen zu Hilfe, nur kamen mir die Steuerzeiten ein
wenig merkwürdig vor (die Ventile hatten so gut wie
keine Überschneidungszeit), auch die werksmäßigen
Markierungen (Bild) lagen völlig daneben (der Vorbesitzer
oder dessen Werkstatt hatte wohl einen schlechten Tag).
Die Markierungen beider Nockenwellen müssen im OT der
äußeren Zylinder nach oben zeigen (Bild). Leider
ist diese Stellung nur unter voller Federkraft der Ventilfedern
zu erreichen, d.h. bewegen und auch mit kleinen Hilfsmitteln
arretieren lassen sich die Wellen am Besten mit einem Ringschlüssel
an der Kettenradschraube. Arretieren deshalb, weil man beim
Schließen der Kette beide Hände braucht. Damit
die Kette nicht abrutscht, stopfe ich immer einen Lappen
mit in den Kettenschacht. Falls die Kette doch mal abrauscht,
ist das auch kein Problem. Durch das Loch der Kettenführung
am Gehäuseboden läßt sie sich mit Hilfe
eines Drahtes wieder nach oben fädeln. Die besagte
Kettenführung sollte man sowieso nur ganz zuletzt wieder
einsetzen.
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