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von Christian eine vollständige Restauration für
die nächsten Jahre schon mal angedacht worden war, war
jetzt die beste Gelegenheit, diese Aktion vorzuziehen. Leider
hat Christian nicht die Zeit und die Platzverhältnisse
und so habe ich mich dazu bereit erklärt.
Also habe ich die Maschine vollständig zerlegt und die
Schrauben in kleine Tüten mit Positionsbeschriftungen
gepackt, das hilft ungemein bei der Neubestellung in VA und
bei der späteren Montage. Das Polieren der großen
Aluteile (Motor, Gabel, Räder) wollte ich mir nicht so
schnell wieder antun und so habe ich eine Firma damit beauftragt.
Alle Kleinteile werde ich selbst im Stahlkasten
polieren. Auch die Chromteile wurden zur galvanischen Auffrischung
weggegeben.
Leider haben solche Firmen irgendein magisches Verhältniss
zu ihren Kleinkunden, was die Fertigungstermine angeht...und
so wartet man halt!
Die Lackteile sind im erstklassigen Zustand (kein Wunder,
ist der Vorbesitzer doch Lackierer), und so kann man das schon
mal abhaken. |
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Den
Rahmen habe ich Sandstrahlen und Pulvern lassen, wichtig
dabei ist nur das Verschließen aller Lagerflächen
und Gewinde mit Bolzen und Schrauben. |
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Eine
besondere Überraschung bot der Anlasser. Von
außen recht gut erhalten, aber innen...
Nach dem Glasstrahlen und Grundieren sieht's schon
wieder besser aus: |
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Eigentlich
wollte ich die Gabel so lassen wie sie war, zumal sie schon
leidlich gut poliert war. Nur neue Staubkappen drauf, neues
Öl 'rein und fertig. Aber nachdem ich die Kappen abgezogen
hatte, war klar, daß auch diese ein Fall für die
Komplettdemontage waren. Außerdem hatte ein Spaßvogel
Getriebeöl als Dämpfung eingefüllt, welches nicht
im mindesten den Drang verspürte, die Tauchrohre zu verlassen.
Nach dem
Reinigen der Tauchrohre und Polieren der Brücken habe ich
das Ganze mit neuen Lagern und Wellendichtringen versehen und
wieder zusammengebaut. |
Der Rumpf wurde inzwischen mit der neuen Hauptwelle auch wieder
komplettiert.
Kleiner Tip am Rande:
viele Laverda-Motoren ölen besonders durch die 6mm Stehbolzen.
Eine kleine Aludichtscheibe (von Elring) und eine selbstsichernde
Mutter wirken Wunder.
Das Aufsetzen
des Kupplung-smitneh-mers ist etwas schwierig, denn die Passung
auf der Verzahnung ist sehr eng. Am Besten geht es, wenn man
das Teil im Ofen auf 200 Grad aufheizt und dann sehr schnell
auf die Welle schiebt. Wenn man dabei einmal verkantet, hat
man schon verloren und muß die Rohr/Hammer-Methode anwenden.
Bei dem Zusammenstecken
der Kupplung schraube ich nur 2 Federn handfest ein, richte
die Verzahnung der Scheiben nach Augenmaß aus und rüttele
nun den Korb drauf, indem ich Getriebehauptwelle und Korb ruckartig
gegeneinander bewege. Mit dieser Methode richten sich die Scheiben
erstaunlich schnell aus und der Korb ruscht Scheibe für
Scheibe weiter auf. Dann alle Federn einsetzen und festschrauben.
Jetzt den Korb mit Ketten und Antriebszahnrad gleichzeitig einbauen.
Zum Festziehen
der Mutter auf der Kurbelwelle wird zum Blockieren im Handbuch
ein Kupfermetallstück empfohlen, bessere Ehrfahrungen habe
ich mit einem Plexiglasstück gemacht,was sich auch besser
beschaffen und bearbeiten läßt. Wenn der Motor noch
ausgebaut ist, läßt sich diese Arbeit nur mit zwei
Mann bewältigen, denn der Motor muß dabei gewaltig
festgehalten werden. |
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