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| Die
Sache fing eigentlich damit an, daß ich für einen
Freund, Christian Mügge, die Elektrik ein wenig in Ordnung
bringen und eine DMC-Zündung an seiner frisch erworbenen
3C einbauen sollte. Er hatte die Maschine Wochen zuvor in
Hamburg für knapp siebentausend (Mark) privat gekauft,
natürlich in dem Glauben, eine Top-Maschine bekommen
zu haben...
Diverse Kleinigkeiten waren auch schnell erledigt und wenn
man schon mal den Tank runter hat, kann man ja eben mal auch
das Ventilspiel kontrollieren bzw. einstellen. Bei 5 von 6
war das auch kein Problem, nur bei dem mittlerem Aulaßventil
war bei bestem Willen kein Spiel mehr einzustellen, sogar
bei fehlendem Distanzkäppchen war noch kein Spiel vorhanden
- das ließ nichts Gutes ahnen. |
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Also
Motor raus und Zylinderkopf runter, und da war es auch
schon:Riss in der Kalotte vom Kerzenloch zum (und durch
den) Auslaßsitz, außerdem hatte sich auch
noch das Ventil gelängt. Da sich die Kalotten nicht
austauschen lassen, bleibt nur ein anderer Kopf oder neue
Ventilsitze einfräsen, was in diesem Fall auch gemacht
wird. |
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| Und
wenn man schon mal dabei ist, habe ich den Rest des Motors
auch noch zerlegt. Dabei stellte sich heraus, daß
Kolben und Zylinder ein Spiel von 25/10mm hatten - also
Kernschrott. |
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| Allein
das Stoßspiel der Kolbenringe betrug 1,5mm |
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Weiterhin
hatte das Sekundärantriebsritzel unheimlich viel
Spiel und ließ sich in jede Richtung kippen. Zuerst
dachte ich an eine total verschlissenen Führung auf
der Getriebehauptwelle, aber nachdem ich das Getriebe
zerlegt hatte, zeigte sich, daß die Hauptwelle gebrochen
war - und damit war das Motorrad noch wer weiß wie
viele Kilometer gelaufen. Die Zahnräder vom 5. Gang
zeigten allle starkes Pitting (kein Wunder) und das Ausgangslager
war auch ein Fall für die Tonne. Die Vorlegewelle
is mit der von der 750er identisch, und davon hatte ich
noch eine. Die Hauptwelle incl. Kupplungsmitnehmer lieferte
Harry de Jonge. Kupplungsmitnehmer deshalb, weil der Alte
sich nicht mehr von der Hauptwelle lösen läßt
(wie ich inzwischen erfahren habe, ein ständiges
Problem). |
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