Ebenso wie bei der Morini-Zündung hat es mich einfach
interressiert, was in dem kleinen vergossenen Plastikgehäuse
steckt.
Nach der Freilegung
der Schaltung habe ich erst einmal den Stromlaufplan erstellt.
Den gab es zwar schon auf der holländischen Morini-Clubseite
von Tony Kersbergen, aber Kontrolle ist besser.
Die Schaltung selbst ist recht simpel:
Bei über 4V Batteriespannung kommt die Zündspannung
der Thyristoren über T2, bei vollkommen leerer Batterie
wird die Zündspannung direkt von der Generatorspannung
über R9/R10 generiert. Steigt die Batteriespannung über
13.7V, wird T1 leitend und sperrt dadurch T2. Nun werden die
Thyristoren nicht mehr durch die Batterie ständig durchgeschaltet,
sondern werden nur noch kurzzeitig durch die Generatorhalbwelle
geöffnet , d.h. die Batterie wird nur noch impulsgeladen. |
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Wenn bei einem Regler nur einer oder beide Thyristoren
defekt sind, kann man diese natürlich durch ensprechende
Typen ersetzen, was aber bei den eingepressten Dingern nicht
ganz einfach ist. Bei defekter Elektronik lässt sich
diese auch nur durch einen Selbstbau ersetzen.
Oder man baut sich eine vollkommen Neue, und das zeigen die
folgenden Bilder: |
So sieht die fertige
Leiterplatte aus! |
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Zur Kühlung der Thyristoren verwende ich einen Alublock
(Maße in der PDF-Datei), der mit dem Gehäuse
verschraubt wird.
Die Gewinde der Deckelschrauben werden mit einem 1.5mm Bohrer
durchbohrt (ohne die Gewinde zu beschädigen) und von der
Rückseite bis zur halben Gehäusehöhe mit einem
4mm-Gewinde versehen. Das Lochbild kann später mit einer
Kugelschreibermiene auf das Halteblech übertragen werden.
Da bei dieser Befestigungsmethode der Regler vollkommen plan
auf dem Halteblech aufliegt, ist es wichtig, dass alle Komponenten
im Gehäuse mit Senkschrauben befestigt werden.
Fertig verdrahtete
Reglereinheit |
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Ist soweit alles fertig, fehlt nur noch der Test. Dazu brauch
man eine 12V/21W-Birne, ein Trafo mit 12V/min.24VA (z.B. ein
Halogen-Trafo) und ein regelbares Netzteil. Der Testaufbau wie
folgt:
Bei ca. 4V Netzteilspannung fängt die Lampe an zu brennen
an und muss bei 13.7V wieder erlöschen, und das an beiden
Generatoreingängen (ge). Die Lampe brennt nicht mit voller
Stärke, sondern durch die Halbwellengleichrichtung nur
mit geringer Leuchtstärke und leicht flackernd. Mit diesem
Testaufbau lässt sich natürlich auch der originale
Regler testen.
Hat die Schaltung auch diesen Test bestanden, steht einem
Einbau nichts mehr im Wege. Zum Schluss noch einmal der elektrische
Anschluss:
Schaltbild, Leiterplattenlayout und die Masszeichnung für
das Gehäuse gibt es in dieser PDF-Datei.
Die wichtigsten Bauteile:
Flachsteckanschlüsse
Bürklin 05F262
Thyristoren 25RIA120
Conrad 16 03 42-41
Gehäuse TEKO AL4
Reichelt TEKO AL4
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