Solange kein rotes Lämpchen brennt, interessiert der Laderegler
herzlich wenig. Wenn eines brennt, ist schon mal ein neuer Regler
fällig. In Anbetracht der Kosten für einen solchen ist insbesondere
bei älteren Fahrzeugen mit mechanischem Regler der hier vorgestellte
Lowcost-Halbleiterregler eine interessante Alternative.
Wenn der morgendliche Kaltstart zunehmend zum Problem wird oder
gänzlich mißlingt, liegt es nicht immer an der Batterie. Nicht
selten ist der Lichtmaschinenregler für den saft- und kraftlosen
Akkuzustand verantwortlich. Neben mangelhafter Ladung kann es
auch sein, daß die Batterie durch ständige Überladung vorzeitig
gemeuchelt wurde. Es empfiehlt sich daher auf jeden Fall, vor
dem Akkuwechsel auch den Regler überprüfen zu lassen. Falls
dieser sich als Fehlerquelle herausstellt, wird es aber leider
relativ teuer. Die hier vorgestellte Selbstbau-Alternative kostet
hingegen keine 10 Euro an Bauteilen und unterliegt keinem mechanischen
Verschleiß.
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Dynamo-Regelung
Bei den heute üblichen Wechselstromlichtmaschinen wird die erzeugte
Wechselspannung noch innerhalb des Lichtmaschinengehäuses mit
Dioden gleichgerichtet, von außen betrachtet erzeugt die Maschine
also pulsierende Gleichspannung. Die so erzeugte Spannung ist
von der Drehzahl des Motors abhängig. Da man aber 12-V-Batterie
und Verbraucher mit halbwegs konstanter Spannung versorgen muß,
ist die Lichtmaschinen-Ausgangsspannung entsprechend zu regeln.
Das geht am einfachsten über die Regelung des Magnetfelds in
der Erreger-Wicklung. In dieser Schaltung durch Negativregelung,
d.h. ein Ende der Erregerwicklung ist mit der Generatorwicklung
verbunden (bei der Drehstrom über Dioden, bei der Gleichstromlima
direkt). Aufbau
Der Leistungstransistor T2 muß wegen der hohen Belastung
gut gekühlt werden. Er ist gegen Masse unbendingt isoliert zu
montieren. Bei Einbau der Schaltung in ein Metallgehäuse läßt
sich die Gehäusewand als Kühlkörper verwenden. Auch dann ist
T2 gut zu isolieren! Ein Wert von 12,8 V ist für Z-Dioden nicht
genormt. kann man genauso gut eine 12-V-Z-Diode und eine normale
Siliziumdiode in Reihe schalten. Die resultierende Spannung
ist dann etwa 12,6 V, was für diesen Zweck genau genug ist.
Bei meinem Bauvorschlag verwende ich das Alu-Gehäuse von
Hammond, Typ 1590 LBFL. Der Leistungstransistor wird
isoliert direkt auf die Grundplatte geschraubt, die Leiterplatte
über 5mm-Abstandsröllchen darüber. Die einlötbaren
Flachstecker können auch eine andere Form haben, nur die
verwendeten sind mechanisch sehr stabil.
Das Gehäuse ist zu beziehen bei der Fa. PBE-Electronic
und die Leiterplatte als PDF-Datei gibt es
hier. Alle anderen Bauteile wie immer bei
Reichelt
oder Conrad. |
Auf vielfachen Wunsch gibt es jetzt auch noch eine 6V-Version
vom Negativregler für Gleichstrom-Limas.

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Das Gehäuse kommt diesesmal von Reichelt mit der Best.-Nr.
TEKO AL2. Für die Befestigung auf einer Grungplatte oder
ähnl. kann man die Gewindebohrungen für den Deckel
weiter durchbohren und das Gewinde vollständig durchschneiden.
Schaltplan, Bestückungsplan und Layout gibt es als PDF-Datei
hier.
Beim Layout ist die Bestückungsseite auch die Lötseite. |
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Die zweite
Schaltung funktioniert nach der Positivregelung, d.h. das eine
Ende der Lima ist mit Masse verbunden.
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| Die Schaltung incl. Layout gibt
es auch als PDF-Datei. |
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Bau und Abgleich
Auch in dieser Schaltung muß der Leistungstransistor (T5)
gut gekühlt werden.
Etwas kompliziert gestaltet sich der Abgleich. Er muß vor dem
Einbau der Schaltung ins Fahrzeug durchgeführt werden. Man benötigt
zum Abgleich ein Digitalvoltmeter (oder zumindest ein sehr exaktes
und hochohmiges Analogmeßgerät), möglichst zwei unabhängige
Netzgeräte und eine AutoGlühbirne 12 V/1 8 W. |
Das Netzteil 1 sollte mindestens 100 mA bei einer stabilisierten
Ausgangsspannung von bis zu 15 V liefern können (mehr Strom
oder Spannung schaden natürlich nicht). Das Netzteil 2 versorgt
den Leistungsteil, es muß 12 V Festspannung liefern. Hat man
(zum Beispiel leihweise) ein zweites, variables Netzteil, wird
die Ausgangsspannung vor Beginn des eigentlichen Abgleichs auf
etwa 12 V eingestellt. Dieses Netzteil sollte mindestens 1,5
A liefern können. Es kann auch durch die (ausgebaute) Autobatterie
ersetzt werden. Ist der Abgleichaufbau fertig, erhöht man von
der niedrigstmöglichen Spannung an die Ausgangsspannung von
Netzteil 1 und verfolgt die Spannung am Digitalvoltmeter (die
Anzeige des eventuell in das Netzteil eingebauten Voltmeters
ist "ungültig"!) Ab 3 .. . 5 V müßte die Lampe glühen. Die Spannung
wird weiter erhöht, die Lampe wird heller. Bei 14,3 V muß die
Lampe erlöschen. Dieser Umschaltpunkt wird mit P1 eingestellt.
Hierzu muß man sich dem Umschaltpunkt jedesmal wieder "von
unten" nähern, also die Ausgangsspannung von Netzteil 1 ausreichend
verringern. Ist der richtige Umschaltpunkt mit P1 eingestellt,
wird diese Einstellung nochmals überprüft. Dazu stellt man die
Ausgangsspannung von Netzteil 1 zunächst auf 15 V ein und verringert
sie dann langsam. Bei 13,9 ... 14 V sollte die Lampe wieder
aufleuchten. Diese Hysterese von etwa 0,3 Volt wird durch die
Größe von R3 beeinflußt. Alle genannten Werte gelten bei einer
Umgebungstemperatur von etwa 20Grad C, der Abgleich sollte im
Winter also in der Wohnung oder einem entsprechend beheizten
Raum durchgeführt werden. Mit nur einem Netzgerät kommen diejenigen
aus, die über ein ausreichend starkes Netzgerät verfügen.
Netzteil 2 entfällt dann einfach, der "freiwerdende" Anschluß
der Lampe wird mit Masse verbunden. Ansonsten verläuft der Abgleich
wie oben beschrieben. |
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Etwas anders sieht die Sache mit einer Gleich-stromlichtmaschine
aus. Die Ständerwicklung im mechanischen Regler wird
erst an die Batterie 'angeklinkt' wenn die Spannung an derselbigen
über 13V steigt, denn dadurch wird ein Rückstrom
in die Lima verhindert. In der elektronischen Version wird
dieses durch zwei Dioden in Form eines Brückengleichrichters
erreicht. Dieser sollte natürlich auch dementsprechend
ausgelegt sein. Der KBPC5002 von Segor ist eine stabile Metallausführung
mit Steckanschlüssen.
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Bei der Auswahl der Schaltungsart ist muss zuerst der Lichtmaschinentyp
herausgefunden werden. Ob Drehstrom oder Gleichstrom dürfte
relativ klar sein, aber ob die Erregerwicklung mit D+ oder
mit D- verbunden ist, ist nicht so einfach. Da sich die ganze
Sache im niederohmigen Bereich bewegt, müsste man schon
ein Milliohmmeter besitzen, um messtechnisch eine vernünftige
Aussage zu bekommen. Da hilft eigentlich nur aufschrauben
und nachsehen.
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Hier
noch einmal alle Downloaddateien (PDF-Format):
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Laderegler
(Negativregelung, 12V) |
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Laderegler
(Positivregelung, 12V) |
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Laderegler
(Negativregelung, 6V) |
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