Mein erstes Motorrad, eine NSU Max, und mein erstes Restaurierungsobjekt.
Bj. 1953, 17PS

Hier auf diesem Foto war das markanteste Teil, der riesige Ofenrohrschalldämpfer, durch eine Hoske-Tüte ersetzt, da es seinerzeit absolut kein Originalteil mehr gab. Auch der starre Haltebügel am Soziussitz fiel dem TÜV zum Opfer. Ansonsten war die Maschine bis auf ein paar Chromteile original. Ich habe sie dann Anfang der achtziger Jahre an einen Bekannten verkauft, der ihr dann einen Beiwagen spendiert hat.

Moto Guzzi California II , ein klasse Reisedampfer. Trotz der Aufbauten und des mächtigen Auftretens hat sie ein super Fahrwerk. Einmal im Rollen, merkt man ihr das Gewicht nicht an und lässt sich auch in engen Kurven prima handhaben. 
Als sich nach 60000KM das Getriebe durch Wassereinbruch zerlegt hatte (der Entlüftungsstopfen fehlte und so ist immer Wasser in das Gehäuse gelaufen), habe ich das Motorrad verkauft, natürlich mit reparierten Getriebe.


Moto Guzzi V7GT850- California
Bis heute die zuverlässigste Maschine, auch auf grossen Touren. Zwar ist der Motor längst nicht so durchzugsstark wie der der Cali II, aber irgendwie ist mir gerade dieses Motorrad ans Herz gewachsen. Seit 2001 läuft sie auf roter Sammlernummer.

Als der Drang zum Schrauben wieder zu groß wurde, bot sich diese Laverda 750 SF1, in Teilen gekauft und ein absolutes Restaurierungsobjekt, an. Hier erstrahlt sie schon wieder im alten Glanz, aber den Weg dahin könnt Ihr hier verfolgen.

Nun, leider hat die letzte Tour durch die Alpen gezeigt, daß die alte GT zwar unbedingt langstreckentauglich ist, aber in den Bergen recht schnell ihre Grenzen aufzeigt. Allein die Passabfahrten trieben einen mit der digitalen Bremse (entweder bremst die Doppelduplex gar nicht oder sie blockiert) das Adrenalin ins Blut. Und so machte ich mich auf die Suche nach einem Gefährt mit besseren Bremsen und stärkeren Motor - italienisch sollte es schon sein und mir schwebte da eine 1000'er Laverda oder eine LeMans 2 vor, aber leider sind beide Modelle auch dementsprechend teuer, wenn ein guter Zustand angestrebt wird.
Tja, und da stand noch die T5 Policia bei Kindermann, nicht schön, aber guter Zustand und günstig. Das hat dann auch den Auschlag gegeben, zumal sie 18"-Räder hat und sich so auch prima umbauen läßt.
Zuerst wollte ich noch die Verkleidung verschwinden lassen und durch ein Mille-GT-Cockpit ersetzen, aber bei dem Gedanken an einen guten Wind-und Wetterschutz habe ich die Idee wieder fallen lassen.
Eine neue Lackschicht, Doppelsitzbank und auch der Umtausch der unpraktischen Blechkoffer - und das Moped sieht gleich viel besser aus. Das Einzige, was noch fehlt, sind die beiden Spiegel an der Verkleidung, denn die am Lenker montierten sind etwas unpraktisch. Leider gibt es diese Spiegel auf dem normalen Ersatzteilweg nicht, weil diese Verkleidungen ausschließlich für die Polizei gefertigt wurden.

Der letzte Streich: eine Morini 3 1/2 S, Bj.77, ein Direktimport aus Italien. Das Kuriose an der Sache ist, dass die Maschine in Deutschland von einem Eisdielenbesitzer in meinem Geburtsort Rahden gekauft wurde. Der hat sie Anfang der Achziger wieder nach Italien mitgenommen und dort ist sie Jahrzehnte später auf einem Teilemarkt wieder verkauft worden.